2017-09-22 | Anmelden
 
 

Presse

Fertigstellung des audiovisuellen Media Computing Labors

Anfang des Jahres erhielt das audiovisuelle Labor der Juniorprofessur Media Computing seinen letzten Schliff. Der Bühnenkäfig ist ausgestattet mit 16 Lautsprechern, 64 Mikrofonen und 10 Stereokameras (Smart Sensors), die eine Vielzahl an Objekten und Geräuschen aufzeichnen und lokalisieren können. Die ermittelten Daten werden von einem „Storage System“ mit 64 Terabyte Speicherkapazität gesichert und verarbeitet. Zwei (MIDI-) Keyboards sorgen für die Generierung von Tonsequenzen für unterschiedliche Instrumente, welche in der Erforschung der akustischen Lokalisierung ihren Einsatz finden sollen.

Am 01.02.2017 wurde das Labor in Betrieb genommen und für Forschungen zur Objekt- und akustischen Lokalisierung genutzt. Weiter Informationen finden sich unter technische Ausstattung des MC-Labors und werden auf der International Summer School on Computer science, Computer Engineering and Education Technology in Laubusch vom 03.-07.07.2017 vorgestellt.

 

Kontexterkennung auf mobilen Endgeräten mittels Sensorfusion

Im Rahmen seiner Promotion betreibt Maik Benndorf, von der Hochschule Mittweida, weiterführende Forschung im Bereich der Kontexterkennung auf Smartphones. Ein modernes Smartphone hat heute bis zu 40 eingebaute Sensoren. In seiner Arbeit möchte Maik Benndorf aus den Daten dieser Sensoren Rückschlüsse auf die Situation des Nutzers ziehen. Anwendung findet die Kontexterkennung in sogenannten kontextsensitiven Anwendungen. Eine solche Anwendung kann das Smartphone während eines Meetings z. B. in ein lautloses Profil stellen.

Ebenfalls auf Sensordaten beruht ein Verfahren zur Positionsbestimmung, das „Dead Reckoning“ (dt. Koppelnavigation) genannt wird. Dieses Verfahren ist bereits seit der frühen Seefahrt bekannt und wird genutzt, um von einem bekannten Punkt ausgehend die aktuelle Position zu bestimmen. Während dazu früher Kompass und Fahrtenmesser zum Einsatz kamen, werden heute Bewegungssensoren wie z.B. der Beschleunigungssensor oder das Gyroskop eingesetzt. Während seines Forschungsaufenthalts am Cornell Lab of Ornithology (USA) beschäftigte sich Maik Benndorf mit dieser Art der Positionsbestimmung. Dabei soll das Ergebnis seiner Arbeit eingesetzt werden, um die Bewegungen von Tieren in freier Wildbahn zu überwachen. Hierzu wird das Tier mit einem Halsband versehen, welches die Sensoren beinhaltet und fortwährend Daten aufzeichnet. Anhand dieser Daten lässt sich so die zurückgelegte Strecke des überwachten Tieres nachvollziehen. Bleibt die Frage, warum dazu kein GPS System eingesetzt wird? Ein großer Nachteil dieses Systems ist der Energieverbrauch, wodurch es für solche Langzeitstudien recht ungeeignet ist.

Daneben kann Dead Reckoning auch zur Navigation in Gebäuden eingesetzt werden, da die GPS-Signale hier in der Regel nicht bzw. nur eingeschränkt nutzbar sind. Smartphones verfügen standardmäßig über alle dafür notwendigen Sensoren. Maik Benndorfs Promotions mit dem Titel „Untersuchung und Optimierung der Kontexterkennung auf mobilen Endgeräten mittels Sensorfusion“ wird vom ehemaligen localizeIT Projektleiter Prof. Dr. Marc Ritter und Prof. Thomas Haenselmann von der Hochschule Mittweida betreut.

 

Stiftungs-Juniorprofessur unter neuer Leitung

Dr. Danny Kowerko

Dr. Danny Kowerko

Zum 01.09.2016 verlässt Prof. Dr. Marc Ritter die Stiftungs-Juniorprofessur Media Computing und nimmt die Professur für Medieninformatik an der Hochschule Mittweida an. Die Projekte der Stiftungsjuniorprofessur begleitet er zukünftig als wissenschaftlicher Berater. Bis zur offiziellen Neubesetzung übernimmt Dr. Danny Kowerko als Interims-Projektleiter die Führung der Juniorprofessur.

Wir wünschen Prof. Dr. Marc Ritter viel Erfolg und alles Gute für seine berufliche Zukunft!

 

Deutscher Rechenzentrumspreis 2016

digitalfingerprint

Spezizfische Thermalmuster (Quelle: Blog URZ TU Chemnitz)

Zum zweiten Mal in Folge gewann das Universitätsrechenzentrum der TU Chemnitz gemeinsam mit der Juniorprofessur „Media Computing“ den begehrten Deutschen Rechenzentrumspreis. In der Kategorie „Energieeffizienzsteigerungen durch Umbau in einem Bestandsrechenzentrum“ festigte das Universitätsrechenzenrtum seine Postion innerhalb der ingesamt 58 deutschlandweit eingereichten Projekte aus Industrie und Forschung und erreichte damit einen Spitzenplatz.

Gemeinsam mit Jun.-Prof. Dr. Marc Ritter, von der Juniorprofessur „Media Computing“, entwickelte PD Dr. Matthias Vodel, vom Universitätsrechenzentrum, das Forschungsprojekt „Thermal-Fingerprints: Multidimensionale Echtzeitanalyse im Rechenzentrum“. Ziel des Projektes ist es, alle Software-Prozesse im Rechenzentrum präzise zu erkennen und zu klassifizieren. So kann die Klimatisierung der Serverräume energieeffizient den momentanen Anforderungen angepasst werden. Unterschiedliche Prozessinformationen werden dabei zu einem digitalen, thermischen Fingerabdruck verknüpft, der eindeutig und wiedererkennbar ist. Die Klimatisierungssysteme können somit im Idealfall Temperaturspitzen frühzeitig und ressourcenschonend vermeiden. Dadurch wird die Lebensdauer von Rechen- und Speichersystemen gravierend verlängert. Die Wissenschaftler der Juniorprofessur „Media Computing“ modifizieren hierfür ein Software-Framework zur Audio- und Video-Analyse für die Anwendung auf multidimensionale Datenquellen im Rechenzentrum. „Die Generierung und Nutzung thermischer Fingerprints zur Optimierung von Klimatisierungslösungen im Rechenzentrum stellt eine richtungsweisende Innovation dar“, fügt Ritter hinzu.

 

Pressespiegel Q4/2015

Einzigartiger Innovationspreis für Chemnitzer Senkrechtstarter

Die aus der TU Chemnitz ausgegründete Firma INTENTA wurde mit dem Preis „Macher 25 – Der große Wirtschaftspreis des Ostens“ geehrt

erschienen in Technische Universität Chemnitz, Uni aktuell, Online-Newsletter, 19.11.2015
[Link]

Die Juniorprofessur Media Computing und deren Mitarbeiter aus dem Begleitprojekt localizeIT gratulieren dem Stifter Intenta GmbH ganz herzlich zu dieser großartigen Auszeichnung und freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit.

 

Juniorprofessur Media Computing an der Herbstschule für Information Retrieval und Information Foraging

Juniorprofessor Dr. Marc Ritter präsentierte vom 19. bis 25. September 2015 die aktuellen Forschungsprojekte seiner Stiftungsprofessur Media Computing auf der Herbstschule für Information Retrieval und Information Foraging in Kathlenburg, einer Veranstaltung der Universität Hildesheim unter der Leitung von Prof. Thomas Mandel und Dr. Ben Heuwig. Die Veranstaltung diente als Forum für internationale Studenten, Promovenden und Forschern aus zahlreichen Nationen, um sich über aktuelle Forschungen und Probleme auszutauschen. Dabei wurde besonders auf die Vielfalt der Forschungsthemen unter den Teilnehmern und Vortragenden Wert gelegt, deren Schwerpunkte auf der Verhaltensanalyse von Nutzern bei Suchanfragen im Internet sowie der effektiven Nutzung gewonnener Informationen lagen.

Ein „Interkultureller Workshop“ verbesserte das Verständnis zwischen den verschiedenen Kulturen der Teilnehmer untereinander und beleuchtete  Probleme beim kooperativen Umgang mit anderen Ethnien. In den folgenden Tagen präsentierten die internationalen Forscher ihre aktuellen Projekte – darunter auch Juniorprofessor Dr. Marc Ritter mit seinem Workshop zum Thema „Multimedia Information Retrieval“. Dabei ging er auf den aktuellen Forschungsstand der Themengebiete „Bilderkennung“ und „Intelligente Videoanalyse mit sehr großen Datenmengen“ ein, die Bestandteil in der audiovisuellen Verarbeitung der InnoProfile-Transfer Initiative LocalizeIt sind. Durch diesen internationalen Austausch wurden zahlreiche nationale wie internationale Kontakte geschlossen.

 
 
Projektgeber

Gef M BMBF

Gef M BMBF

LocalizeIt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF und die BMBF Innovationsinitiative Unternehmen Region von August 2014 bis Juli 2019 gefördert und durch den Projektträger PtJ betreut.

Projektnehmer

Logo TU trans cropp

Logo MI

Logo MC TRANS

localizeIT ist ein Projekt der
Stiftungsjuniorprofessur Media Computing und der Professur Medieninformatik der Technischen Universität Chemnitz

Forschungspartner

Intenta Logo

3D MicroMag Logo

IBS Logo

Kontakt

Dr. rer. nat. Danny Kowerko
Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Chem­nitz
Fakul­tät für Infor­ma­tik
Juniorpro­fes­sur Medi­a Computing
Straße der Natio­nen 62
09111 Chemnitz