2018-09-23 | Anmelden
 
 

Kontexterkennung auf mobilen Endgeräten mittels Sensorfusion

Im Rah­men sein­er Pro­mo­tion betreibt Maik Ben­ndorf, von der Hochschule Mit­twei­da, weit­er­führende Forschung im Bere­ich der Kon­tex­terken­nung auf Smart­phones. Ein mod­ernes Smart­phone hat heute bis zu 40 einge­baute Sen­soren. In sein­er Arbeit möchte Maik Ben­ndorf aus den Dat­en dieser Sen­soren Rückschlüsse auf die Sit­u­a­tion des Nutzers ziehen. Anwen­dung find­et die Kon­tex­terken­nung in soge­nan­nten kon­textsen­si­tiv­en Anwen­dun­gen. Eine solche Anwen­dung kann das Smart­phone während eines Meet­ings z. B. in ein laut­los­es Pro­fil stellen.

Eben­falls auf Sen­sor­dat­en beruht ein Ver­fahren zur Posi­tions­bes­tim­mung, das „Dead Reck­on­ing“ (dt. Kop­pel­nav­i­ga­tion) genan­nt wird. Dieses Ver­fahren ist bere­its seit der frühen Seefahrt bekan­nt und wird genutzt, um von einem bekan­nten Punkt aus­ge­hend die aktuelle Posi­tion zu bes­tim­men. Während dazu früher Kom­pass und Fahrten­mess­er zum Ein­satz kamen, wer­den heute Bewe­gungssen­soren wie z.B. der Beschle­u­ni­gungssen­sor oder das Gyroskop einge­set­zt. Während seines Forschungsaufen­thalts am Cor­nell Lab of Ornithol­o­gy (USA) beschäftigte sich Maik Ben­ndorf mit dieser Art der Posi­tions­bes­tim­mung. Dabei soll das Ergeb­nis sein­er Arbeit einge­set­zt wer­den, um die Bewe­gun­gen von Tieren in freier Wild­bahn zu überwachen. Hierzu wird das Tier mit einem Hals­band verse­hen, welch­es die Sen­soren bein­hal­tet und fortwährend Dat­en aufze­ich­net. Anhand dieser Dat­en lässt sich so die zurück­gelegte Strecke des überwacht­en Tieres nachvol­lziehen. Bleibt die Frage, warum dazu kein GPS Sys­tem einge­set­zt wird? Ein großer Nachteil dieses Sys­tems ist der Energie­ver­brauch, wodurch es für solche Langzeit­stu­di­en recht ungeeignet ist.

Daneben kann Dead Reck­on­ing auch zur Nav­i­ga­tion in Gebäu­den einge­set­zt wer­den, da die GPS-Sig­nale hier in der Regel nicht bzw. nur eingeschränkt nutzbar sind. Smart­phones ver­fü­gen stan­dard­mäßig über alle dafür notwendi­gen Sen­soren. Maik Ben­ndorfs Pro­mo­tions mit dem Titel „Unter­suchung und Opti­mierung der Kon­tex­terken­nung auf mobilen Endgeräten mit­tels Sen­sor­fu­sion“ wird vom ehe­ma­li­gen local­izeIT Pro­jek­tleit­er Prof. Dr. Marc Rit­ter und Prof. Thomas Haensel­mann von der Hochschule Mit­twei­da betreut.

 

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